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DBV Winterthur günstig 06.07.1998
LRP
Wertpapierkennummer: 841 690
Die Wiesbadener Versicherungsgruppe hat ihren soliden Platz unter den Top Ten der börsennotierten deutschen Assekuranz, begleitet von einem gestärkten Hauptaktionär in Form der Credit Suisse-Winterthur, auch 1997 unterstrichen. Der Konzern erreichte akquisitionsbedingt eine Steigerung der Beitragseinnahmen um 12,1 Prozent auf 5,75 Milliarden DM (bereinigt plus 4,6 Prozent, Branche nur plus 2,4 Prozent). Fast die Hälfte des Volumens entfällt auf die Lebensversicherung mit einem überdurchschnittlichen Zuwachs an Prämienvolumen von 8,6 Prozent. Auch die Krankenversicherung legte mit 6,5 Prozent vergleichsweise gut zu. Durch die Eingliederung der TRANS/telcon Versicherungen wurde besonders das Schadengeschäft kräftig (inzwischen gut ein Viertel der Beiträge) aufgestockt.
Die Kapitalanlagen der Gruppe expandierten um 12,8 Prozent auf 27,4 Milliarden DM (zuzüglich stiller Reserven von 2,5 Milliarden DM) und erwirtschafteten Erträge von über 2,0 Milliarden DM (plus 17,7 Prozent). Inklusive Gewinnen aus Anteilsverkäufen konnte der Konzernüberschuß vor Ertragsteuern um gut 62 Prozent auf 360,3 Millionen DM zulegen (Return on Equity von 25 Prozent). Dies ermöglicht der Holding, an ihre Aktionäre (CS-Winterthur und Commerzbank über die gemeinsame WinCom gut 45 bzw. 15 Prozent, DBV öffentlich-rechtliche Anstalt 20 Prozent, Rest Streubesitz) eine um 1 auf 12 DM erhöhte Dividende auszuschütten.
Im ersten Quartal 1998 lagen die erzielten Volumina in der Lebens- und Krankenversicherung um 6,9 bzw. 47,4% höher als in der Vorjahresperiode, während die Schadenversicherer einen Rückgang um 5,2% verzeichneten. Bei letzterer Sparte soll mit flexibleren Preisen gegengesteuert werden. Auf die Anlaufverluste in der Direktversicherung wurde bereits durch Beschränkung auf Front-office-Aktivitäten reagiert. Per saldo wird für 1998 mit einem Prämienwachstum über Branchenniveau von 3% und mit einer zweistelligen Gewinnsteigerung gerechnet. Pro Aktie dürften die Ergebnisse in der laufenden Periode 48 (nach 40,90) DM und 999 rund 52 DM erreichen.
Für anhaltendes Ertragswachstum ist der im Kundenumgang sich als unkompliziert profilierende Versicherer durch die etablierte Kooperation mit der Commerzbank gerüstet. Seitens der CS-Winterthur dürfte weitere Produktunterstützung folgen. Günstig wirken der relativ geringe Anteil der problematischen Kfz-Sparte (unter 10 Prozent), ein gehobener Kundenstamm und zielgruppenorientierte Servicekooperationen (öffentlicher Dienst, Ärzte, Mittelständler). Positiv ist auch die über dem Branchenmittel liegende Wiederanlagequote bei auslaufenden Verträgen. Mit Blick auf die vergleichsweise günstigen analytischen Bewertungsrelationen (Börsenkapitalisierung weniger als die Hälfte des Prämienaufkommens, Kurs nahe Asset Value) sollte der Versicherungstitel seinen bisherigen Performance-Malus gegenüber den Wettbewerbern aufholen können.
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